Das Bauerntheater St. Radegund bei Graz lädt herzlich ein zum Volksstück „Die drei Dorfheiligen" von Max Neal und Max Ferner!
Seit mittlerweile 130 Jahren besteht das Bauerntheater St. Radegund. Es zählt damit zu den ältesten Laienbühnen der Steiermark. 1896 wurde die Theatergruppe vom Zimmermann Matthias Reithofer, Gastwirt Georg Neubauer und Kaufmann Leopold Neufeld gegründet. Der damalige Kurarzt Dr. Gustav Ruprich übernahm die Regie, spielte mit seinen beiden Töchtern auch mit und professionalisierte die Organisation der Theatertruppe. Das Radegunder Bauerntheater war vor allem für die Kurgäste eine willkommene Abwechslung und vielbestaunte Attraktion, bald weithin bekannt und wurde sogar ins Grazer Schauspielhaus eingeladen. Zu den begeisterten Besuchern einer jener frühen Aufführungen zählte auch Peter Rosegger, der seine wohlwollenden Eindrücke im "Heimgarten" schilderte.
Unzählige Stücke wurden in all den Jahrzehnten einstudiert; neben all den Schwänken, Passionspielen oder ländlichen Komödien hat sich das Bauerntheater von heute wieder vor allem dem klassischen Volksstück mit Musik und Gesang verpflichtet und versucht, diese alte Tradition im Sinne der Gründerväter aufrecht zu erhalten. So stammen einige der Requisiten und Bühnenbilder noch aus den Anfängen des Bauerntheaters; außerdem werden die Stücke stets live musikalisch umrahmt.
Inhalt
Im kleinen Dorf Scheibling gelten Bürgermeister Simon Hilgermoser und die Gemeinderäte Riedlechner und Söllbeck als moralische Vorbilder. Die „Drei Dorfheiligen“ predigen Tugend und Sitte – doch so unschuldig sind sie nicht. Aus dem Schwabenland tauchen alte Liebesbriefe auf, die alle drei vor 20 Jahren an eine Dienstmagd, bekannt als die „schwarze Resei“, geschrieben haben. Fanny, die Tochter des Bürgermeisters liebt unterdessen den Lehrer Martin Furtner, doch die Eltern haben andere Pläne. Mit Hilfe der Händlerin Leni, die auch als Heiratsvermittlerin tätig ist, wird ein reicher Hochzeiter gefunden. Er kommt jedoch auch aus Schwaben. Und das hat Folgen... .